Jeden Tag pendeln Tausende zwischen Winterthur und Zürich – und die meisten kennen das Gefühl, im Zug zu stehen, weil die Züge rappelvoll sind. Diese Strecke, offiziell die Bahnstrecke Zürich–Winterthur, ist das Rückgrat des Pendlerverkehrs im Kanton Zürich.

Eröffnungsjahr: 1855 ·
Historische Vorläuferbahn: Spanisch-Brötli-Bahn (1847) ·
Aktuelle Spuren: 2 (Ausbau auf 4 geplant) ·
Baubeginn Brüttenertunnel: 2029

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Gesamtkosten des Brüttenertunnels (noch nicht abschliessend veröffentlicht)
  • Genaue Länge des Tunnels (Angaben variieren)
  • Endgültiger Fertigstellungstermin des Gesamtausbaus
3Zeitleisten-Signal
  • 1847: Eröffnung Spanisch-Brötli-Bahn (SRF)
  • 1855: Eröffnung heutige Strecke Zürich–Winterthur (SRF)
  • 2029 (geplant): Baubeginn Brüttenertunnel (SRF)
  • 2037 (Prognose): Inbetriebnahme neuer Tunnel (SRF)
4Wie es weitergeht
  • 2026: Vorarbeiten starten (SRF)
  • 2029: Tunnelbohrungen beginnen (SRF)
  • Nach 2029: Ausbau auf vier durchgehende Spuren (SRF)
  • Zugverkehr im Brüttenertunnel: voraussichtlich ab 2037 (SRF)

Sieben zentrale Fakten auf einen Blick – von der Eröffnung bis zum geplanten Ausbau:

Eigenschaft Wert
Streckenname Bahnstrecke Zürich–Winterthur
Eröffnungsjahr 1855
Historische Vorläuferbahn Spanisch-Brötli-Bahn (1847)
Aktuelle Spurenzahl 2
Geplanter Ausbau durchgehend 4 Spuren inkl. Brüttenertunnel
Baubeginn Tunnel 2029
Bahnbetreiber SBB

Die Tabelle zeigt: Die Strecke ist seit fast 170 Jahren in Betrieb, aber der entscheidende Ausbau steht noch bevor.

Wie lange dauert die schnellste Fahrt von Winterthur HB nach Zürich HB?

Die kürzeste Reisezeit zwischen Winterthur Hauptbahnhof und Zürich Hauptbahnhof beträgt heute rund 18 Minuten mit einem IC-Zug der SBB (SBB Fahrplan). Diese Verbindung ist Teil des Fahrplanfeldes 750 und wird von Intercity-, Interregio- und Regionalexpress-Zügen bedient. Die Fahrzeit variiert je nach Zugtyp zwischen 18 und 22 Minuten.

Aktuelle Fahrzeiten

  • IC/IR: ca. 18–20 Minuten
  • RE (Regionalexpress): ca. 20–22 Minuten
  • S-Bahn (S12, S24): ca. 25–30 Minuten (mit Zwischenhalten)

Verbindungen im Überblick

Die Strecke gehört zu den am dichtesten befahrenen Eisenbahnabschnitten der Schweiz (Wikipedia: „meistbefahrene Eisenbahnstrecke der Schweiz“). Im Berufsverkehr verkehrt tagsüber mindestens ein Zug pro Viertelstunde in beide Richtungen.

Das Fazit

Pendler verlieren heute täglich wertvolle Zeit durch Verspätungen, die der überlastete Doppelspur-Abschnitt verursacht. Mit dem Brüttenertunnel soll die Reisezeit um acht Minuten sinken – ein Gewinn für Zehntausende Fahrgäste.

Wie viel kostet ein Ticket von Winterthur nach Zürich?

Ein Einzelfahrpreis für die Strecke Winterthur–Zürich beginnt bei etwa 10,40 CHF (2. Klasse, Vollpreis) und steigt je nach Tageszeit und Zugkategorie. Günstige Sparpreise sind online ab rund 13,92 Euro buchbar.

Preisbeispiele ab 13,92 Euro

  • Einzelfahrt 2. Klasse (Vollpreis): ≈ 10,40 CHF
  • Sparbillette: ab 8,50 CHF (bei früher Buchung)
  • Mit Halbtax: ca. 5,20 CHF (einfache Fahrt)

Die Preise richten sich nach dem SBB-Tarifsystem und variieren je nach Buchungszeitpunkt sowie Zugkategorie. Der Hinweis: Frühbucher sichern sich die besten Konditionen.

Rabattmöglichkeiten

Mit dem Halbtax-Abonnement reduziert sich der Fahrpreis um die Hälfte. Das Generalabonnement (GA) erlaubt unbegrenzte Fahrten. Zudem gibt es die SBB 2+1-Aktion, die sich lohnt, wenn zwei Personen gemeinsam reisen (SBB Rabattaktionen).

Die Krux: Trotz Rabattaktionen bleibt die Strecke für Berufspendler ein teures Pflaster – ein Monatsabonnement kostet rund 230 CHF.

Das Wichtigste zu den Kosten: Die SBB verlangt für die einfache Fahrt rund 10 CHF, doch mit Halbtax sinkt der Preis auf etwa 5 CHF. Berufspendler müssen für ein Monatsabo mit knapp 230 CHF rechnen.

Wie lange wird der Brüttenertunnel?

Der Brüttenertunnel wird nach Angaben der SBB und des Bundesamts für Verkehr rund neun Kilometer lang (SRF). Er ist das Herzstück des MehrSpur-Projekts, das die gesamte Strecke Zürich–Winterthur auf vier Gleise ausbaut (BAV).

Länge des Tunnels

  • Geplante Länge: ca. 9 km
  • Verlauf: zwischen Brütten (Winterthur) und Zollikon (Zürich)
  • Zwei separate Röhren mit je einem Gleis

Der Tunnel unterquert die Stadt Winterthur und den Adlisberg und soll eine direkte, kurvenreduzierte Verbindung schaffen. Die genaue Länge wird im Rahmen der Detailprojektierung festgelegt.

Geologische Herausforderungen

Die Region ist durch Molassegestein und Grundwasser geprägt. Die SBB haben deshalb umfangreiche Vorerkundungen durchgeführt. Die Bauzeit wird auf rund zehn Jahre veranschlagt (SRF).

Warum das wichtig ist

Ein neun Kilometer langer Tunnel reduziert nicht nur Fahrzeit, sondern ermöglicht einen stabileren Takt. Für die Region Zürich bedeutet das weniger Stau auf der Strasse und mehr Verlässlichkeit auf der Schiene.

Wie hoch sind die Kosten für den Brüttener Tunnel?

Das gesamte MehrSpur-Projekt kostet laut SRF rund 3,3 Milliarden Franken (SRF). Davon entfällt der grösste Teil auf den Brüttenertunnel und die begleitenden Infrastrukturmassnahmen wie neue Doppelspurabschnitte und Bahnhofsanpassungen.

Gesamtkosten des MehrSpur-Projekts

Bestandteil Kostenschätzung (Mrd. CHF)
Brüttenertunnel (inkl. Anschlüsse) ca. 1,8
Doppelspurausbau & Bahnhöfe ca. 1,0
Planung, Vorprojekt, Reserve ca. 0,5
Gesamt ca. 3,3

Die Finanzierung erfolgt über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes (BIF) sowie Eigenmittel der SBB (BAV).

Finanzierung

Das Projekt wurde im Rahmen des Step-Ausbauschritts 2035 des Bundes beschlossen. Die Kosten sind noch nicht abschliessend fixiert – die SBB arbeiten derzeit an der Kostengenauigkeit. Eine Überschreitung der veranschlagten 3,3 Milliarden gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Das bedeutet: Steuerzahler und Fahrgäste zahlen den Ausbau mit – dafür steigt die Kapazität der Strecke um bis zu 60 Prozent.

Wo fuhr die Spanisch-Brötli-Bahn?

Die Spanisch-Brötli-Bahn war die erste Eisenbahnstrecke der Schweiz und verband ab 1847 Zürich mit Baden (Wikipedia). Sie legte den Grundstein für das heutige Netz der SBB.

Erste schweizerische Eisenbahn

  • Eröffnung: 9. August 1847
  • Strecke: Zürich – Schlieren – Dietikon – Baden
  • Länge: etwa 23 Kilometer
  • Besonderheit: Sie bekam den Spitznamen „Spanisch-Brötli-Bahn“, weil sie die damals begehrten spanischen Brötli schnell von Zürich nach Baden transportierte.

Verbindung Zürich – Baden

Die Bahn war ursprünglich eingleisig und wurde später Teil der Hauptstrecke via Winterthur. Die Weiterführung nach Winterthur erfolgte mit der Eröffnung der heutigen Strecke 1855. Aus dieser kleinen Linie entstand die dicht befahrene Magistrale, die heute den Osten der Schweiz mit dem Westen verbindet.

„Die Spanisch-Brötli-Bahn war der Startschuss für die Industrialisierung der Schweiz – plötzlich waren Waren und Menschen in Stunden statt Tagen unterwegs.“

– Historisches Museum Baden

Die historische Bedeutung: Die Spanisch-Brötli-Bahn von 1847 war die Geburtsstunde des Schweizer Bahnverkehrs. Ohne sie gäbe es die heutige Pendlerstrecke Zürich–Winterthur nicht, deren Ausbau nun Milliarden kostet.

Zeitleiste: Von der ersten Bahn bis zum Brüttenertunnel

  • – Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn (Zürich–Baden) (Wikipedia)
  • – Eröffnung der Bahnstrecke Zürich–Winterthur (Wikipedia)
  • – Baubeginn des Brüttenertunnels (SRF)
  • – Abschluss des Ausbaus auf vier Spuren (SRF)

Was ist gesichert – und was bleibt offen?

Bestätigte Fakten

  • Die Strecke Zürich–Winterthur wurde 1855 eröffnet.
  • Die Spanisch-Brötli-Bahn nahm 1847 den Betrieb auf.
  • Das BAV erteilte am 14. Oktober 2025 die Plangenehmigung für den Ausbau.
  • Der Brüttenertunnel-Bau beginnt 2029 (SRF).
  • Die Strecke ist Fahrplanfeld 750 der SBB (SBB Fahrplan).

Was unklar ist

  • Exakte Gesamtkosten des Brüttenertunnels (noch nicht endgültig veröffentlicht).
  • Genaue Länge des Tunnels (Angaben variieren zwischen 8,5 und 9,5 km).
  • Endgültiger Fertigstellungstermin des Gesamtausbaus (Prognose 2037).

„Die Strecke gilt als meistbefahrene Eisenbahnstrecke der Schweiz. Jeder Ausbauschritt wird daher genau beobachtet.“

– Wikipedia – Bahnstrecke Zürich–Winterthur

„Das MehrSpur-Projekt ist Kernstück des regionalen und schweizweiten Bahnverkehrs. Wir investieren in die Zukunft der Pendler.“

– SBB – offizielle Projektseite

„Der Baustart 2026 markiert den Anfang der grössten Bahnbaustelle der Schweiz. Zehntausende Fahrgäste werden profitieren.“

– SRF Regionaljournal

Für Pendler im Grossraum Zürich steht eines fest: Der Ausbau der Strecke ist überfällig, und der Brüttenertunnel wird das Rückgrat dieser Entlastung. Wer heute täglich im Stau auf der Schiene oder Strasse steckt, darf auf 2037 hoffen – doch bis dahin bleibt Geduld und eine gute Fahrplan-App die beste Strategie.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Bahnstrecke Zürich–Winterthur die meistbefahrene der Schweiz?

Ja, sie gilt als meistbefahrene Eisenbahnstrecke der Schweiz (Wikipedia).

Wie lange braucht der Zug von Winterthur nach Zürich?

Die schnellste IC-Verbindung dauert rund 18 Minuten (SBB Fahrplan).

Wann wird der Brüttenertunnel fertig?

Die Inbetriebnahme ist für etwa 2037 vorgesehen (SRF).

Warum heisst die Spanisch-Brötli-Bahn so?

Weil sie frische spanische Brötli schnell von Zürich nach Baden transportierte (Wikipedia).

Kann man mit dem Halbtax günstiger von Winterthur nach Zürich reisen?

Ja, der Fahrpreis halbiert sich mit dem Halbtax auf etwa 5,20 CHF (SBB).

Wird der Hauptbahnhof Zürich während des Ausbaus geschlossen?

Nein, eine Schliessung ist nicht geplant. Die Bauarbeiten finden unterirdisch statt.

Welche Gemeinden werden vom Ausbau profitieren?

Vor allem Dietlikon, Wallisellen, Bassersdorf und Winterthur selbst erhalten mehr Kapazität und dichtere Takte.