
Appartement à vendre Valais: Preise, Gemeinden & Tipps
Jeder, der im Wallis nach einer eigenen Wohnung sucht, merkt schnell: Die Region bietet eine enorme Auswahl, aber die Preise unterscheiden sich teils gewaltig. Ob Sie eine günstige Eigentumswohnung im Unterwallis oder eine Ferienwohnung in den Bergen suchen – der Kanton Wallis hält für fast jedes Budget etwas bereit. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo die Preise aktuell liegen, welche Gemeinden besonders gefragt sind und mit welchen Kosten Sie beim Kauf rechnen müssen.
Aktuelle Inserate: über 3’700 (Neho) ·
Durchschnittspreis pro m² (Wallis): ca. 7’500–7’900 CHF ·
Beliebteste Gemeinden: Sitten, Monthey, Martigny, Brig-Glis ·
Mindest-Eigenkapital: 20% des Kaufpreises ·
Anteil Eigentumswohnungen: rund 60% aller Inserate
Kurzüberblick
- NEHO.ch listet 3’762 Wohnungen im Wallis (Neho)
- ImmoScout24 zeigt 3’243 Angebote (ImmoScout24)
- Durchschnittlicher Quadratmeterpreis für Wohnungen: 7’941 CHF (Neho)
- Eigenkapital von mindestens 20% erforderlich (UBS)
- Der genaue Durchschnittspreis pro m² variiert je nach Quelle stark (Neho vs. Strike Advisory)
- Die Nebenkostenunterschiede zwischen Gemeinden sind nicht einheitlich dokumentiert (Bagnes Immobilier)
- Steuervorteile für Eigentümer variieren je nach Gemeinde (Neho)
- Aktuelle Hypothekarzinsen entwickeln sich dynamisch (Neho)
- Die Nachfrage nach Ferienwohnungen in Bergregionen steigt kontinuierlich (Strike Advisory)
- Der Markt bleibt für Käufer mit ausreichend Eigenkapital attraktiv
- Zinsentwicklung wird Kaufentscheidungen beeinflussen
Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt die Preisspanne im Kanton.
| Gesamtinserate Wallis | 3’762 (Neho, Stand 2024) und 3’243 (ImmoScout24) |
| Grösste Immobilienportale | Neho, ImmoScout24, Valimmobilier, immobilier.ch |
| Durchschnittlicher Kaufpreis (3-Zimmer) | ca. 350’000–550’000 CHF |
| Handänderungssteuer Wallis | ca. 1-2% des Kaufpreises (Bagnes Immobilier) |
| Beliebteste Region für Ferienwohnungen | Verbier, Crans-Montana, Zermatt |
Welche Regionen im Wallis sind am gefragtesten für Wohnungskäufe?
Zentrale Lagen: Sitten, Siders, Brig-Glis
Sitten, die Hauptstadt des Wallis, bietet die grösste Auswahl an Eigentumswohnungen. Laut dem Immobilienportal Neho liegen die Quadratmeterpreise in Sitten zwischen 3’500 und 5’000 CHF. Brig-Glis, als Tor zu den Alpen, liegt etwas höher bei 4’000 bis 5’500 CHF pro m². Siders (Sierre) bewegt sich in einer ähnlichen Preisspanne wie Sitten.
Käufer, die auf Infrastruktur und Arbeitsplatzanbindung angewiesen sind, finden in diesen Städten die beste Balance aus Preis und Lebensqualität.
Die Raiffeisen-Gruppe (Schweizer Genossenschaftsbank) bestätigt, dass die Nachfrage in den zentralen Lagen stabil bleibt, auch wenn die Preise in den letzten Jahren moderat gestiegen sind.
Das Muster: Wer die Nähe zu Bahnhöfen und Einkaufsmöglichkeiten sucht, findet hier die beste Auswahl ohne Bergzuschlag.
Bergregionen: Verbier, Zermatt, Crans-Montana
Verbier und Zermatt gelten als die teuersten Lagen für Ferienwohnungen im Wallis. Strike Advisory (Immobilienberatung) beziffert die Preise für Verbier auf 6’000 bis 10’000 CHF pro m², für Zermatt sogar auf 10’000 bis 15’000 CHF. Crans-Montana liegt mit 5’000 bis 8’000 CHF pro m² etwas günstiger – allerdings immer noch deutlich über dem Kantonsdurchschnitt.
Eine Analyse von Neho (Immobilienplattform) zeigt, dass die Quadratmeterpreise für Wohnungen im gesamten Kanton Wallis im Mai 2026 bei durchschnittlich 7’941 CHF lagen. In den Bergregionen sind es jedoch oft mehr als 10’000 CHF – der Preis für die Aussicht und die Nähe zu Skipisten.
Talorte: Monthey, Martigny
Das Unterwallis bietet mit Monthey und Martigny günstigere Einstiegspreise. Monthey führt mit durchschnittlich 2’500 bis 3’500 CHF pro m² die Liste der preiswerten Gemeinden an. Martigny liegt bei 3’000 bis 4’000 CHF pro m². Bagnes Immobilier (lokales Maklerbüro) nennt für Martigny Nebenkosten von rund 1,8% des Kaufpreises – einer der niedrigsten Werte im Kanton.
Die Konsequenz: Wer bereit ist, auf die direkte Berglage zu verzichten und sich im Tal niederlässt, kann eine Wohnung für weniger als die Hälfte des Preises einer vergleichbaren Immobilie in Zermatt erwerben.
Wie finde ich eine Wohnung im Wallis auf Comparis, ImmoScout24 oder anderen Portalen?
Suche auf Neho.ch einrichten
Neho.ch ist mit 3’762 Inseraten einer der grössten Marktplätze für Wohnungen im Wallis. Sie können die Suche nach Zimmerzahl, Fläche, Preis und Gemeinde filtern. Ein Tipp: Legen Sie einen Suchagenten an, der Sie per E-Mail benachrichtigt, sobald neue Objekte online gehen.
Filteroptionen auf ImmoScout24.ch nutzen
ImmoScout24.ch zeigt 3’243 Wohnungen zur Eigentumsnutzung im Wallis an. Die erweiterten Filter erlauben es, nach Baujahr, Stockwerk und Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu suchen. Auch hier können Sie eine Favoritenliste anlegen.
Lokale Immobilienportale wie Valimmobilier.ch
Neben den grossen Portalen lohnt sich ein Blick auf regionale Anbieter wie Valimmobilier.ch. Diese Plattform spezialisiert sich auf das Wallis und führt oft Objekte, die auf den überregionalen Portalen nicht gelistet sind. Ein Gespräch mit lokalen Maklern vor Ort kann zusätzliche Angebote erschliessen.
Das Fazit: Die Kombination aus überregionalen und lokalen Portalen deckt den Markt am besten ab. Prüfen Sie regelmässig die Angebote, da begehrte Wohnungen oft innerhalb weniger Tage verkauft sind.
Welche Kosten kommen beim Kauf einer Eigentumswohnung im Wallis auf mich zu?
Kaufpreis und Quadratmeterpreise
Der Kaufpreis einer Eigentumswohnung im Wallis hängt stark von der Lage ab. Für eine 3-Zimmer-Wohnung (ca. 80–100 m²) müssen Sie in ländlichen Gemeinden mit 350’000 CHF rechnen, in den Bergregionen können es über 700’000 CHF sein. Strike Advisory beziffert den kantonalen Durchschnitt für Wohnungen auf 7’919 CHF pro m² (November 2025).
Nebenkosten: Notar, Grundbuch, Handänderungssteuer
Die Kaufnebenkosten belaufen sich im Wallis auf etwa 2,5% bis 3% des Kaufpreises. Dazu gehören:
- Handänderungssteuer: ca. 1–2% des Kaufpreises, abhängig von der Gemeinde (Bagnes Immobilier)
- Notariats- und Grundbuchkosten: ca. 0,5–1% (Acheteur.ch (Schweizer Ratgeberportal))
- Allfällige Maklerprovision: oft 2–3% zusätzlich
Hypotheque24 (Hypothekenvergleichsseite) gibt für ein Objekt im Wert von 1 Mio. CHF Nebenkosten von rund 23’000 CHF an – plus Kosten für die Hypothekarsicherung.
Jährliche Nebenkosten: Heizung, Hauswartung, Rücklagen
Nach dem Kauf fallen monatliche Nebenkosten an. Für eine 100-m²-Wohnung sollten Sie mit 200–400 CHF pro Monat rechnen (Heizung, Wasser, Hauswartung, Erneuerungsfonds). Diese Angaben beruhen auf Erfahrungswerten von Eren Immobilier (Walliser Maklerfirma).
Wer die Nebenkosten nicht von Anfang an einkalkuliert, riskiert böse Überraschungen. Besonders die Erneuerungsfonds können bei älteren Gebäuden mehrere Tausend Franken pro Jahr betragen.
Die Rechnung: Diese Fixkosten können die monatliche Belastung um bis zu 25% über die reine Hypothek hinaus erhöhen.
Soll ich eine Wohnung im Wallis kaufen oder lieber mieten?
Vorteile des Kaufs: langfristige Investition, steuerliche Abschreibungen
Der Kauf einer Eigentumswohnung ist eine langfristige Kapitalanlage. Zudem können Sie die Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten von den Steuern absetzen. Swiss Life (Schweizer Versicherer und Vorsorgeexperte) bestätigt, dass selbst genutztes Wohneigentum steuerlich attraktiv ist.
Nachteile: hohe Anfangskosten, Unterhaltskosten
Der Kauf erfordert mindestens 20% Eigenkapital des Kaufpreises – das sind bei einer 500’000 CHF-Wohnung 100’000 CHF plus die Nebenkosten von etwa 12’500 CHF. UBS (Grossbank) und Raiffeisen nennen übereinstimmend 20% als Mindestanforderung. Zudem kommen jedes Jahr Unterhaltskosten sowie Rücklagen für Renovationen hinzu.
Mietkosten im Vergleich: Durchschnitt Warmmiete 1’500 CHF für 3-Zimmer
Eine 3-Zimmer-Mietwohnung im Wallis kostet durchschnittlich 1’200 bis 1’500 CHF warm. In Bergregionen kann die Miete doppelt so hoch sein. Bei einem Kaufpreis von 400’000 CHF und einer Hypothek von 300’000 CHF (2% Zins) liegen die jährlichen Zinskosten bei 6’000 CHF – plus Amortisation und Nebenkosten. Das ist auf den ersten Blick günstiger als die Miete, aber die Anfangsinvestition ist hoch.
Vorteile
- Wertsteigerung bei guter Lage möglich
- Steuerliche Abschreibungen
- Gestaltungsfreiheit (kein Vermieter)
- Langfristig günstiger als Miete
Nachteile
- Hohes Anfangskapital nötig (20% Eigenkapital + Nebenkosten)
- Laufende Unterhalts- und Renovationskosten
- Weniger flexibel bei Jobwechsel oder Umzug
- Zinsänderungsrisiko bei variablen Hypotheken
Die Entscheidung hängt davon ab: Wer länger als fünf Jahre bleibt, fährt mit Kauf meist günstiger – bei kürzerem Horizont ist Mieten die flexiblere Wahl.
Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für den Kauf einer Wohnung im Wallis?
Hypothekardarlehen: 1. und 2. Hypothek
Die Finanzierung erfolgt in der Schweiz über zwei Hypotheken: die 1. Hypothek (bis 65% des Beleihungswerts) und die 2. Hypothek (15%, bis insgesamt 80%). Die 2. Hypothek muss innerhalb von 20 Jahren amortisiert werden. Raiffeisen erläutert, dass die Banken den Beleihungswert auf Basis einer Schätzung ermitteln – oft liegt er unter dem Kaufpreis.
Eigenkapitalanforderungen (mind. 20%)
Die Banken verlangen mindestens 20% Eigenkapital des Kaufpreises. Davon müssen 10% als echter Cash vorliegen, die restlichen 10% können aus der Pensionskasse oder anderen Vorsorgegeldern stammen. UBS und Swiss Life bestätigen diese Regel.
Staatliche Förderungen und Kantonalbank Wallis
Die Walliser Kantonalbank (BCVS) bietet spezielle Hypothekenprodukte für lokale Käufer. Zudem gibt es in einigen Gemeinden Förderprogramme für den Ersterwerb von Wohneigentum. Die genauen Konditionen erfragen Sie am besten direkt bei der Bank oder einem unabhängigen Hypothekenvermittler.
Der Leitsatz zur Finanzierung: Planen Sie frühzeitig und lassen Sie mehrere Angebote einholen. Die Zinssätze variieren zwischen den Banken teils um 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte – das macht bei einem Kredit von 400’000 CHF schnell mehrere Hundert Franken pro Jahr aus.
Bestätigte Fakten und was unklar bleibt
Bestätigte Fakten
- NEHO.ch listet 3’762 Wohnungen im Wallis (Neho)
- ImmoScout24 führt 3’243 Wohnungen (ImmoScout24)
- Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen liegt bei 7’941 CHF (Neho, Mai 2026)
- Eigenkapital von mindestens 20% ist erforderlich (UBS, Raiffeisen, Swiss Life)
Was unklar bleibt
- Die Preise variieren stark je nach Quelle: Neho nennt 7’941 CHF/m², Strike Advisory 7’919 CHF/m² – beide verwendeten unterschiedliche Stichproben
- Die genauen Nebenkosten in Prozent sind je nach Gemeinde unterschiedlich (1,8% in Martigny, 2,2% in Sitten laut Bagnes Immobilier)
- Steuervorteile sind nicht pauschal bezifferbar, da sie vom persönlichen Einkommen und Vermögen abhängen
- Die Zinsentwicklung für Hypotheken bleibt volatil und kann die monatliche Belastung verändern
Expertenstimmen zum Walliser Immobilienmarkt
„Die Nachfrage nach Wohnungen im Wallis bleibt robust, vor allem in den touristischen Zentren. Käufer sollten aber nicht nur auf die Bergregionen schauen – die Täler bieten oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.“
– Immobilienexperte der Walliser Kantonalbank (BCVS)
„Unsere Beobachtung zeigt, dass die Zahl der Suchanfragen für Ferienwohnungen in den letzten drei Jahren um rund 20% gestiegen ist. Besonders beliebt sind Objekte mit Bergsicht und Nähe zu Skiliften.“
– Betreiber von Valimmobilier.ch (lokales Immobilienportal)
Die Botschaft der Experten ist klar: Der Walliser Markt hat seine Nischen – sowohl für den ganzjährigen Wohnsitz als auch für Ferienimmobilien. Wer flexibel ist, findet das passende Objekt.
Wer lieber ein Haus statt einer Wohnung sucht, findet bei Hauskauf im Wallis ebenfalls aktuelle Preise und Trends.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Wohnung in Monthey?
Die Quadratmeterpreise in Monthey liegen zwischen 2’500 und 3’500 CHF. Eine 3-Zimmer-Wohnung (80 m²) kostet damit etwa 200’000 bis 280’000 CHF. Das ist die günstigste Einstiegsmöglichkeit im Wallis (Quelle: Neho).
Kann ich als Ausländer eine Wohnung im Wallis kaufen?
Ja, aber mit Einschränkungen. Nicht-EU-Bürger benötigen eine Bewilligung, die an bestimmte Bedingungen geknüpft ist (z.B. Hauptwohnsitz oder wirtschaftliches Interesse). EU-Bürger mit Wohnsitz in der Schweiz haben keine Beschränkungen. Auskunft gibt das kantonale Bundesamt für Wohnungswesen.
Ist das Wallis steuerlich attraktiv für Immobilienbesitzer?
Ja. Der Kanton Wallis hat moderate Steuersätze, und Eigentümer können Hypothekarzinsen sowie Unterhaltskosten abziehen. Allerdings unterscheiden sich die Gemeindesteuern teilweise erheblich. Ein Steuerberater vor Ort hilft bei der Optimierung.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Wohnungskauf?
Sie benötigen einen gültigen Ausweis, bei Hypothek die Einkommens- und Vermögensnachweise (Lohnausweise, Steuererklärung), einen Grundbuchauszug des Objekts sowie den Kaufvertrag. Die Bank verlangt zudem eine Finanzierungsbestätigung.
Wie lange dauert der Kaufprozess einer Eigentumswohnung?
Vom Vorvertrag bis zur definitiven Eintragung im Grundbuch vergehen in der Regel 2–4 Monate. Verzögerungen können entstehen, wenn die Finanzierung nicht rechtzeitig steht oder das Objekt noch nicht bezugsfrei ist.
Das Fazit für Wohnungskäufer im Wallis lautet: Die Region bietet eine enorme Vielfalt – von günstigen Einstiegswohnungen im Unterwallis bis zu Luxusappartements in den Bergresorts. Wer mindestens 20% Eigenkapital plus Nebenkosten mitbringt und bereit ist, sich mit den regionalen Unterschieden auseinanderzusetzen, findet hier lohnende Investitionen. Für Käufer mit begrenztem Budget ist der Markt im Unterwallis die klar beste Wahl: Monthey und Martigny bieten die tiefsten Quadratmeterpreise bei guter Infrastruktur. Wer dagegen auf eine Ferienwohnung direkt an der Piste setzt, zahlt den Premiumpreis – und sollte die steuerlichen Vorteile nicht ausser Acht lassen. Der Käufer entscheidet am Ende zwischen Rendite und Lebensgefühl.
Verwandte Beiträge