
See in der Schweiz: Die größten und schönsten Gewässer
Wer in der Schweiz aufwächst, hat meist einen See, der zu ihm gehört – einen, an dem die Sommerabende verbracht und die ersten Sprünge ins kalte Wasser gewagt wurden. Nur wenige wissen, dass ausgerechnet der Genfersee der grösste See des Landes ist, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) dokumentiert.
Grösster See (Schweizer Anteil): Genfersee (Lac Léman) – 345,31 km² ·
Grösster See vollständig in der Schweiz: Vierwaldstättersee – 114 km² ·
Tiefster See der Schweiz: Genfersee – 310 m (teilweise in Frankreich) ·
Tiefster See vollständig in der Schweiz: Brienzersee – 261 m ·
Anzahl Seen in der Schweiz: Über 1.500
Kurzüberblick
- Genfersee: 345,31 km² Schweizer Anteil (BAFU, Gewässer-Daten)
- Brienzersee: 261 m tief, tiefster See vollständig in der Schweiz (SRF Einstein)
- Vierwaldstättersee: 114 km², grösster See vollständig in der Schweiz (schweizersee.ch (Seen-Liste))
- Exakte Fläche des Bodensee-Schweizer-Anteils nicht eindeutig festgelegt
- Tiefe einiger kleiner Seen nicht amtlich vermessen
- Rankings der „schönsten Seen“ sind Reisebewertungen, keine amtlichen Daten
- : Wasserstand des Lac de Joux bei 1002,67 m ü. M. – ein aussergewöhnliches Tief (swissinfo.ch (Nachrichtenagentur))
- Ende August 2026: BAFU meldet extrem tiefe Wasserstände an Bodensee, Walensee, Zürichsee und Zugersee (BAFU, Trockenheitsreport)
- Die kommenden Wochen zeigen, ob sich die Pegel erholen – der trockene Sommer 2026 wirkt in den Seen nach
- Die BAFU-Beobachtung der Wasserstände bleibt für Schifffahrt und Grundwasser relevant
- Vor der Anreise lohnt ein Blick auf die aktuellen Pegeldaten
Die wichtigsten Kennzahlen der Schweizer Seen auf einen Blick – auffällig ist, wie viele Rekorde an Grenzseen fallen. Die Werte stützen sich auf das Gewässernetz des Bundesamts für Umwelt, die Analyse von SRF Einstein und die Seen-Liste von schweizersee.ch.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Anzahl Seen in der Schweiz | Über 1.500 |
| Grösster See (gesamte Fläche) | Genfersee: rund 580 km², davon 345 km² in der Schweiz |
| Grösster See vollständig in der Schweiz | Vierwaldstättersee: 114 km² |
| Tiefster See (gesamte Fläche) | Genfersee: 310 m |
| Tiefster See mit Schweizer Anteil | Lago Maggiore: 372 m |
| Tiefster See vollständig in der Schweiz | Brienzersee: 261 m |
| Höchstgelegener grösserer See | Oberengadiner Seen: ca. 1.800 m ü. M. |
| Bodensee (Schweizer Anteil) | rund 173 km², nicht eindeutig festgelegt |
| Neuenburgersee | 218 km², vollständig in der Schweiz |
Welche sind die 10 schönsten Seen in der Schweiz?
Schönheit ist subjektiv – aber bestimmte Seen schaffen es immer wieder in die Empfehlungen von Reisemedien wie reisetopia.ch (Reisemagazin). Die folgende Auswahl verbindet die bekannten Ikonen mit leisen Juwelen.
Genfersee – der grösste und vielseitigste See
- Schweizer Anteil: 345,31 km² – grösster See der Schweiz
- Maximale Tiefe: 310 m
- Bekannt für die Lavaux-Weinberge und die Uferstädte Genf und Lausanne
Kaum ein Gewässer wird so häufig gelobt wie der Genfersee. Das Reisemagazin reisetopia.ch führt ihn als einen der schönsten Seen der Schweiz, und der Reiseblog reiseuhu.de (Reiseblog) beschreibt ihn als „grössten See der Schweiz und zugleich einen der schönsten“.
Die gute Nachricht für Anreisende: Der TGV Lyria Paris–Lausanne bringt Gäste direkt an das Westufer des Genfersees.
Der grösste See der Schweiz ist kein reiner Schweizer See. Wer „komplett schweizerisch“ sucht, landet beim Vierwaldstättersee – mit weniger als einem Drittel der Fläche des Genfersees.
Vierwaldstättersee – der See der Mythen
- Fläche: 114 km² – grösster See vollständig in der Schweiz
- Maximale Tiefe: 214 m
- Liegt in mehreren Zentralschweizer Kantonen
Der Vierwaldstättersee ist bekannt für seine Lage zwischen den Alpen und den Mythen und gilt als einer der symbolträchtigsten Seen des Landes. Die Schifffahrt verbindet die Uferorte, Wanderwege führen direkt vom Seeufer in die Berge.
Zürichsee – urbanes Flair und Natur
- Fläche: 88 km² (BAFU, Gewässer-Daten)
- Maximale Tiefe: 143 m
- Stadtsee mit Badeplätzen, Quaianlagen und Schifffahrt
Der Zürichsee zeigt, wie gut Grossstadt und Erholung zusammenpassen: Auf der einen Seite das Zürcher Seeufer mit Quaianlagen, auf der anderen Seite beschaulichere Uferabschnitte – beide sind mit Badeplätzen gut erschlossen. Der See zählt zu den meistfotografierten der Schweiz, wer Aktivitäten rund um die Stadt sucht, wird in der Übersicht Unternehmungen in Zürich: Aktivitäten, Routen und Tipps fündig.
Luganersee – mediterranes Klima
- Schweizer Anteil: 49 km²
- Maximale Tiefe: 288 m
- Mediterranes Klima, Grenze zu Italien
Der Luganersee bringt ein Stück Süden in die Schweiz: mildes Klima und eine üppige Vegetation machen ihn zu einem der besonderen Seen des Tessins. Sein Schweizer Anteil beträgt 49 Quadratkilometer, der Rest gehört zu Italien.
Brienzersee – türkisblaues Wasser
- Maximale Tiefe: 261 m – tiefster See vollständig in der Schweiz (SRF Einstein)
- Bekannt für die smaragdgrüne Wasserfarbe
- Liegt im Berner Oberland
Der Brienzersee verdankt seine intensive Farbe den feinen Schwebstoffen aus den umliegenden Bergen. Das Ergebnis ist ein Wasser, das an sonnigen Tagen beinahe türkis erscheint.
Oeschinensee – ein Juwel im Berner Oberland
- Nur zu Fuss erreichbar
- Liegt im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch
Der Oeschinensee ist der Inbegriff eines alpinen Geheimtipps: kein Strassenzugang, dafür eine erlebnisreiche Wanderung durch eine geschützte Landschaft. Wer den Aufstieg in Kauf nimmt, wird mit einem der eindrücklichsten Bergpanoramen der Schweiz belohnt.
Blausee – kristallklares Wasser
- Kleiner See mit intensiv blauer Farbe
- Bekannt für die Forellenzucht am See
Der Blausee beweist, dass es nicht auf die Grösse ankommt: Das kleine Gewässer im Berner Oberland ist durch seine leuchtend blaue Farbe zu einem der postkartenschönsten Seen der Schweiz geworden. Die angeschlossene Forellenzucht ist ein ungewöhnliches Detail, das viele Besucher überrascht.
Die Plätze 8 bis 10 sind unter Kennerinnen und Kennern umstritten – doch der Thunersee, der Neuenburgersee und der Zugersee tauchen in Reiselisten regelmässig auf, der Thunersee etwa in der Seen-Liste von schweizersee.ch. Alle drei liegen vollständig in der Schweiz und bieten damit die Mischung aus Verlässlichkeit und landschaftlicher Abwechslung, die den hiesigen Seen ihren Ruf eingebracht hat.
Welche sind die 10 größten Seen in der Schweiz?
Hier kommt es auf die Definition an: Zählt man die Gesamtfläche, sieht die Rangliste anders aus als beim Schweizer Anteil – und genau dort liegen die Überraschungen.
Die grössten Seen nach Schweizer Anteil
Sechs der zehn grössten Seen der Schweiz liegen an einer Landesgrenze. Wer nur die vollständig schweizerischen Seen zählt, liegt mit dem Vierwaldstättersee vorne.
Die folgende Tabelle zeigt die grössten Seen nach Schweizer Anteil – geteilte Gewässer dominieren die Rangliste.
| See | Schweizer Anteil | Besonderheit |
|---|---|---|
| Genfersee | 345,31 km² | Grenzt an Frankreich, tiefster grosser See der Schweiz |
| Neuenburgersee | 218 km² | Grösster See vollständig ohne Grenzlage |
| Bodensee | rund 173 km² | Grenzt an Deutschland und Österreich, Schweizer Anteil nicht eindeutig festgelegt |
| Vierwaldstättersee | 114 km² | Grösster See vollständig in der Schweiz |
| Zürichsee | 88 km² | Stadtsee mit urbanem Flair und vielen Badeplätzen |
| Lago Maggiore | rund 50 km² | Grenzt an Italien, mit 372 m tiefster See mit Schweizer Anteil |
| Luganersee | 49 km² | Grenzt an Italien, mediterranes Klima |
| Thunersee | 48 km² | Grosser See im Kanton Bern |
| Bielersee | 39 km² | Liegt in der Schweiz, zwischen Jura und Seeland |
| Zugersee | 38 km² | Vollständig in der Schweiz gelegen |
Die Tabelle macht den Kern der Schweizer Seengeografie sichtbar: Die grössten Gewässer sind fast alle geteilt – nur der Neuenburgersee und der Vierwaldstättersee durchbrechen das Muster.
Der Genfersee an der Spitze
- Gesamtfläche: rund 580 km²
- Schweizer Anteil: 345,31 km²
- Maximale Tiefe: 310 m
Der Genfersee führt in jeder Zählweise die Rangliste an. Rund 60 Prozent seiner Fläche liegen auf Schweizer Boden, der Rest gehört zu Frankreich – eine geografische Lage, die den See schon im 19. Jahrhundert zur ersten touristischen Adresse der Schweiz machte.
Bodensee und Lago Maggiore – geteilte Gewässer
- Bodensee: Schweizer Anteil rund 173 km², Grenze zu Deutschland und Österreich
- Lago Maggiore: Schweizer Anteil rund 50 km²
- Lago Maggiore: 372 m maximale Tiefe (SRF Einstein)
Zählt man die Gesamtfläche, ist der Bodensee der zweitgrösste See mit Schweizer Beteiligung. Beim Schweizer Anteil fällt er hinter den Neuenburgersee zurück – und sein Schweizer Flächenanteil ist nie exakt ausgewiesen worden.
Die vollständig schweizerischen Seen
- Vierwaldstättersee: 114 km²
- Neuenburgersee: 218 km²
- Zürichsee: 88 km²
- Thunersee: 48 km²
- Bielersee: 39 km²
- Zugersee: 38 km²
Wer einen See ganz ohne Grenzlage sucht, hat die Wahl: Die vollständig schweizerischen Seen reichen vom Jurafuss über die Zentralschweiz bis ins Berner Oberland. Der Vierwaldstättersee ist der grösste unter ihnen, der Neuenburgersee zieht sich als stiller Riese am Jura-Südfuss entlang.
Die Konsequenz für Reisende: Wer den „grössten See der Schweiz“ besuchen will, sollte präzisieren. Der grösste komplett schweizerische See ist der Vierwaldstättersee – und der hat ein völlig anderes Flair als der Genfersee.
Welcher ist der tiefste See der Schweiz?
Für die Tiefe gilt dasselbe wie für die Fläche: Entscheidend ist, ob man Grenzseen mitzählt.
Der Genfersee – tiefster See trotz Grenzlage
- Maximale Tiefe: 310 m – Rekord unter den grossen Schweizer Seen
- Gesamtfläche: rund 580 km²
Der Genfersee ist nicht nur der grösste, sondern nach der offiziellen Schweizer Zählweise auch der tiefste See des Landes. Einziger Widerspruch: Der Lago Maggiore misst an seiner tiefsten Stelle 372 Meter, liegt damit aber grösstenteils in Italien. SRF Einstein bezeichnet ihn deshalb als „tiefsten See, der teilweise zur Schweiz gehört“.
Der tiefste See vollständig in der Schweiz
- Brienzersee: 261 m
- Thunersee: 217 m
- Vierwaldstättersee: 214 m
Wer den Rekord auf Seen ohne ausländischen Uferanteil beschränkt, landet beim Brienzersee im Berner Oberland. Der Thunersee folgt mit 217 Metern, der Vierwaldstättersee mit 214 Metern.
Die zentrale Erkenntnis: Die Tiefen-Rangliste der Schweiz ist überraschend knapp. Zwischen dem Rekordhalter Genfersee (310 m) und dem Vierwaldstättersee (214 m) liegen keine hundert Meter – gemessen an den Dimensionen der Alpen sind das kleine Schritte.
Welcher See grenzt an die Schweiz?
Die Schweiz teilt ihre grössten Seen mit allen drei Nachbarländern – geografisch ein Sonderfall, praktisch ein Gewinn für die Regionen.
Der Bodensee – Grenze zu Deutschland und Österreich
- Schweizer Anteil: rund 173 km², nicht exakt festgelegt
- Grenzt an Deutschland und Österreich
- Dreiländersee im Herzen Europas
Der Bodensee ist der einzige See der Schweiz, der an zwei Nachbarstaaten grenzt. Die Schweizer Seefläche wird je nach Messweise mit rund 173 Quadratkilometern angegeben, gilt aber nie als exakt fixierter Wert.
Der Genfersee – Grenze zu Frankreich
- Schweizer Anteil: 345,31 km²
- Grenzt über weite Strecken an Frankreich
- Berühmt für die Lavaux-Weinberge am Nordostufer
Der Genfersee ist der grösste Grenzsee der Schweiz. Sein Südufer gehört über viele Kilometer zu Frankreich, während die Nordseite mit den Weinbergen von Lavaux und den Städten Lausanne, Montreux und Genf schweizerisch ist.
Der Lago Maggiore – Grenze zu Italien
- Schweizer Anteil: rund 50 km²
- Maximale Tiefe: 372 m – grösste Tiefe aller Seen mit Schweizer Anteil (SRF Einstein)
- Zweigeteilt zwischen dem Kanton Tessin und Italien
Der Lago Maggiore erstreckt sich von der Schweiz nach Italien und erreicht mit 372 Metern die grösste Tiefe aller Gewässer, die an der Schweiz liegen. Sein Schweizer Anteil wird auf rund 50 Quadratkilometer geschätzt.
Der Luganersee – Grenze zu Italien
- Schweizer Anteil: 49 km²
- Maximale Tiefe: 288 m
- Mediterranes Klima, Grenze zu Italien
Der Luganersee teilt mit dem Lago Maggiore das Schicksal der Tessiner Grenzseen: Sein südliches Ufer gehört zu Italien, das nördliche zur Schweiz. Ergänzt wird die Liste durch den Doubs, einen Flusssee an der Grenze zu Frankreich.
Die Grenzseen sind die grössten und tiefsten Gewässer der Schweiz. Das ist kein Zufall, sondern Geografie: Die grossen Alpenflüsse und die Seen des Mittellandes entwässern über diese Gewässer in die angrenzenden Länder.
Welcher See ist ein Geheimtipp?
Abseits der Rekordlisten warten Seen, die man eher mit Baden, Wandern oder einfach im Moment erleben verbindet – etwa der Caumasee als „schönster Bergsee“, wie das famigros.migros.ch (Migros-Magazin) schreibt.
Der Oeschinensee – unberührte Natur
- Nur zu Fuss erreichbar
- Liegt im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch
Der Oeschinensee gehört zu den Bergen, die man sich erwandern muss: kein Strassenzugang, stattdessen eine Wanderung durch eine geschützte Landschaft. Das hält das grosse Publikum fern und macht den See zu einem echten Naturerlebnis.
Der Blausee – postkartenschöner kleiner See
- Intensiv blaues Wasser
- Forellenzucht am See
Der Blausee ist klein, aber farblich ein Extremfall: Sein Wasser leuchtet in einem Blau, das beinahe unwirklich wirkt. Die angeschlossene Forellenzucht ergänzt das Bild.
Der Caumasee – türkises Wasser in Graubünden
- Moorsee mit türkisem Wasser in Flims
- Wird häufig als einer der schönsten Bergseen gelistet (famigros.migros.ch)
Der Caumasee in Flims besticht durch sein türkisfarbenes Wasser. Das Gebiet rund um Flims Laax ist damit mehr als ein Wintersportort – es ist auch im Sommer eine Adresse für Seenliebhaber.
Der Lützelsee – ruhige Idylle im Kanton Zürich
- Naherholungsgebiet im Kanton Zürich
- Campingmöglichkeit direkt am See
Der Lützelsee ist ein See für den Alltag: kein Tourismusaufkommen, keine Rekorde – dafür angenehmes Baden und Camping in ruhiger Umgebung. Genau das macht ihn zum Geheimtipp für alle, die keine Menschenmassen wollen.
Die eigentliche Überraschung der Geheimtipps: Nicht Grösse oder Tiefe machen die Schweizer Seen unvergesslich, sondern die Mischung aus Zugang, Wasserfarbe und Stimmung – kleine Seen wie Blausee und Caumasee zeigen das am deutlichsten.
Für alle, die dem Alltag entfliehen wollen, liegt der Unterschied zwischen einem Rekordsee und einem Geheimtipp nicht in der Fläche, sondern im Kopf: Der Oeschinensee belohnt, den Blausee muss man einfach gesehen haben, und am Lützelsee merkt man, dass die Schweiz kleiner Seen für jeden etwas hat.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Die Seenlandschaft der Schweiz scheint gut vermessen – doch nicht jede Zahl ist amtlich. Eine ehrliche Einordnung hilft, Listen und Rangfolgen richtig zu lesen.
Bestätigte Fakten
- Genfersee: 345,31 km² Schweizer Anteil (BAFU, Gewässer-Daten)
- Brienzersee: 261 m tief – tiefster See vollständig in der Schweiz (SRF Einstein)
- Vierwaldstättersee: 114 km² – grösster See vollständig in der Schweiz (schweizersee.ch (Seen-Liste))
Was unklar ist
- Exakte Fläche des Bodensee-Schweizer-Anteils: nicht eindeutig festgelegt
- Tiefe einiger kleiner Seen: nicht amtlich vermessen
- Beliebtheitsrankings: schwanken je nach Reisemedium stark
Stimmen von Behörden und Experten
Hinter den Zahlen stehen Beobachtungen, die zeigen, wie sich die Schweizer Seenlandschaft verändert.
„Ende August wiesen der Bodensee, der Walensee, der Zürichsee und der Zugersee sowie kleinere Seen wie der Sempacher- und der Baldeggersee für die Jahreszeit extrem tiefe Wasserstände auf.“
– Bundesamt für Umwelt (BAFU), Trockenheitsreport
„Der Lago Maggiore ist mit 372 Metern maximaler Tiefe der tiefste See, der teilweise zur Schweiz gehört.“
– SRF Einstein (Schweizer Wissenschaftsmagazin)
„Am lag der Wasserstand des Lac de Joux bei 1002,67 Metern über Meer – ein aussergewöhnliches Tief.“
– swissinfo.ch (Nachrichtenagentur)
Was das für Ihren nächsten Seeausflug bedeutet
Die gängigen Top-10-Listen sind ein guter Einstieg, aber sie verbergen die entscheidende Frage: Welcher See passt zu welchem Vorhaben? Wer Badeplätze und Schifffahrt sucht, fährt an Zürichsee oder Genfersee; wer Bergpanorama und Stille will, nimmt den Aufstieg zum Oeschinensee oder die Fahrt an den Caumasee in Kauf. Und weil das BAFU im September 2026 vor extrem tiefen Wasserständen an mehreren Seen gewarnt hat, gehört ein kurzer Blick auf die aktuellen Pegel zur Reisevorbereitung. Für alle, die diesen Sommer einen Schweizer See besuchen möchten, ist die Konsequenz klar: Wer zuverlässige Badeplätze sucht, wählt Zürichsee oder Vierwaldstättersee; wer Ruhe und klares Wasser will, nimmt den Weg zum Oeschinensee oder an den Caumasee in Kauf.
raonline.ch, de.wikipedia.org, als.wikipedia.org, reisereporter.de, famigros.migros.ch
Häufig gestellte Fragen
Welcher See ist der grösste der Schweiz?
Der Genfersee (Lac Léman) ist mit rund 580 km² der grösste See, wovon 345,31 km² auf Schweizer Gebiet liegen. Er grenzt an Frankreich.
Welcher See hat das wärmste Wasser?
Seen mit mediterranem Klima wie der Luganersee oder der Lago Maggiore erwärmen sich im Sommer besonders stark und gelten als die wärmsten Gewässer der Schweiz.
Welcher See eignet sich am besten zum Baden?
Der Zürichsee bietet gut erschlossene Badeplätze direkt an der Stadt, der Genfersee punktet mit langen Uferpromenaden und der Vierwaldstättersee mit vielen Strandbädern in der Zentralschweiz.
Gibt es einen See in der Schweiz mit türkisfarbenem Wasser?
Ja: Der Brienzersee leuchtet durch feine Gletscherpartikel smaragdgrün, der Caumasee in Flims zeigt türkisfarbenes Moorwasser und der Blausee erscheint intensiv blau.
Welche Seen sind besonders gut für Camping geeignet?
Der Lützelsee im Kanton Zürich gilt als Naherholungsgebiet mit Campingmöglichkeit. Wer lieber an einem grösseren See campiert, sollte die Angebote an Zürichsee und Thunersee vergleichen.
Kann man im Genfersee baden?
Ja, der Genfersee zählt zu den beliebtesten Badeseen der Schweiz. Zahlreiche öffentliche Uferbäder und Strandabschnitte zwischen Genf und Lausanne laden zum Schwimmen ein.
Welcher See liegt an der Grenze zu Deutschland?
Der Bodensee grenzt an Deutschland, Österreich und die Schweiz. Sein Schweizer Anteil wird auf rund 173 km² geschätzt, ist aber nicht exakt festgelegt.
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